Erkrankungen der Speicheldrüsen

Die sechs großen Speicheldrüsen – die zwei Ohrspeicheldrüsen, die zwei Unterkieferspeicheldrüsen und die zwei Unterzungenspeicheldrüsen – sorgen täglich für ein bis anderthalb Liter Speichel. Er hilft beim Zerkleinern, Schlucken und Verdauen der Speisen, schützt gegen Karies und enthält Abwehrstoffe.

Operationen an den Speicheldrüsen können bei Steinbildungen, Tumoren, starken Einschränkungen des Speichelabflusses (vor allem bei einer sog. Fröschleingeschwulst) oder hartnäckigen Entzündungen nötig werden, wenn andere, nichtoperative Therapiemethoden versagen.

Bei der Operation unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose legt der Chirurg die betroffene Speicheldrüse mit einem Schnitt frei – der erfolgt entweder hinter der Ohrmuschel (unter besonderer Beachtung des hier verlaufenden Gesichtsnervs), in der Haut unter der Unterkieferspeicheldrüse oder in der Mundschleimhaut. Die Drüse wird ganz oder teilweise entfernt, die Wunde mit einer Drainage versehen und geschlossen. In den folgenden Wochen sollte der Patient körperliche Belastungen, heiße Bäder und starke Besonnung vermeiden, um Heilung nicht zu gefährden.

Weitere Informationen