Camillo Graf Marcolini

Lebensdaten

Porträt Marcolini als Medaillon um 1810, unbekannt, SLUB-DFD Nr. 74976

Porträt Marcolini als Medaillon um 1810, unbekannt, SLUB-DFD Nr. 74976

1739 geboren in Fano/Italien
1749 Aspirantur auf eine Silberpagenanstellung am Dresdner Hof
1752 im Silberpagenbuch als »Conte« vermerkt
1763 Kammerpage als ständiger Begleiter des noch unmündigen Kurfürsten Friedrich August III.
1767 Kammerherr
1768 Verleihung des Grafentitels
1769 Oberhofmeister
1772 Wirklich Geheimer Rat
1774 Direktor der Porzellanmanufaktur Meißen und Steingutfabrik Hubertusburg
ab 1774 Besitz des schlossartigen Palais in der Friedrichstadt (heutiges Krankenhaus)
1778 Oberkammerherr
1780 Generaldirektor der Kunstakademie und Kurfürstlichen Sammlungen
heiratet die Baronesse Maria Anna O’Kelly in Mariaschein – 4 Kinder
1799 Oberstallmeister
1809 Kabinettsminister unter Friedrich August I. oder dem Gerechten (1806 – 1827)
1814 gestorben in Prag – Universal­erbe Peter Paul Graf Marcolini

»An den vielseitig begabten und tatkräftigen sächsischen Kulturminister erinnern in Dresden noch weitere Gebäude und Sammlungen, darunter der Zwinger, der während Marcolinis Amtszeit … restauriert … worden ist. Das Dresdner ›Wald­schlößchen‹ gehörte einst dem Grafen Marcolini. Es war ein holzverschaltes Jagdhaus, das als schlich­tes Wohnhaus hinter der Brauerei an der Radeber­ger Straße erhalten geblieben ist.« (Wolfgang Madai)

Er war an der Anlage des Englischen Gar­tens im Pill­nitzer Schloßpark beteiligt und ließ den Land­schafts­­garten bis zur Meixmühle (»Friedrichsgrund«) fortführen sowie die »Eremitage« auf dem Bors­berg und die Ruine auf dem Pillnitzer Schloß­berg errichten. 1774 erwarb er in Hoster­witz Land und ließ dort ein Weinberghaus umbauen (späteres »Kepp­schloß«). Sein Billardhaus blieb erhalten (heute: Am Kepp­schloß 9). 1801 kaufte er das »Plantagen­gut« (heute: Laubegaster Straße) und ließ eine Allee zwischen den Besitzungen anlegen (heute: Nußallee).

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